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Donnerstag, 12. Dezember 2019

Die Backnanger Thrash-Metal-Legende Cockroach

Eingestellt von Admiral Holp



Aus der Backnanger Musikszene sind Cockroach absolut nicht wegzudenken. Seit 27 Jahren geben die Jungs uns fett was auf die Ohren. Auf der Jugendmeile des Backnanger Straßenfestes haben sie gefühlt 100 Mal gespielt, und wie ich Sie über all die Jahre erlebt habe, haben Sie sich kontinuierlich verbessert, ohne sich, wie so viele Bands, zu verkommerzialisieren. Ferner haben Sie über Jahre das legendäre "Metallic Noise Festival" (Burgstetten / Korb) organisiert.


Die Band wurde 1992 mit folgender Besetzung gegründet:
Schlagzeug: Alexander "Ali" Reichelt
Gitarre: Ulrich "Uli" Mewes
Gitarre: Frank Geue
Kurze Zeit später stieß Sänger Reiner Striegel zur Band, die 1995 durch Basser Klaus Hoffer verkomplettiert wurde. Als Sänger Klaus Hoffer 1996 die Band verließ, übernahm der Gitarrist Frank Geue auch den Part des Sängers. In dieser Besetzung spielten Sie auch das erste Demo namens  "Fi(r)st" ein, welches im Folgejahr erschien. Als Klaus Hoffer 1998 die Band aus persönlichen Gründen verließ spielten sie erst wieder eine Zeit ohne Bass, bevor dann Jürgen Kimmel diesen Job ein Jahr lang ausübte. Mit ihm nahmen Sie Ihr erstes richtiges Album in den Backnanger "Sub Zero Studios" auf. Von 2000 bis 2014 prügelte dann Timo Flöther mit hoher Präzision auf den Bass ein.


Das zweite Album "Temple of Mystery" wurde von keinem Geringeren als dem Atrocity-Sänger Alexander Krull abgemischt. Dem Album folgten im April 2006 "The Observer" und im Juli 2012 der vierte Tonträger "Judgement Day".

Bis 2014 war die Bandbesetzung relativ stabil, jedoch begann sich dann das Personalkarussell in den kommenden Jahren kräftig zu drehen, so dass heute nur noch Frank Geue von den Gründungsmitgliedern aktiv ist.

So blieb der Bass von 2014 bis 2016 unbesetzt, bevor er dann von Oli Zimmermann zwei Jahre gespielt wurde, dem der heutige Bassist Gert Wiedmann folgte. Nach 24 Jahren Bandzugehörigkeit gab Ali Reichelt 2016 die Schießbude an Erik Stegmaier ab. Zwei Jahre nach Ali, 2018, verabschiedete sich dann auch noch Uli Mewes nach sage und schreibe 26 Jahren in den Cockroach-Ruhestand. Seither hat Marc Bayer den Job inne.


Von dem Fakt, dass die Gründungsmitglieder 24 Jahre zusammengespielt und dabei auch noch 14 Jahre den gleichen Bassisten hatten, kann sich fast jede Backnanger Band eine große Scheibe abschneiden.

Neben der Musik habe ich die Thrashmetal-Combo auch als äußerst sympathische Zeitgenossen kennengelernt. Besonders erwähnen möchte ich eine Situation vor ca. 10 Jahren, als im Juze Backnang kurzfristig eine Band ausfiel und man in der Not morgens Cockroach anrief, ob Sie nicht einfach spontan abends im Juze spielen wollen. Werbung dafür zur machen, war nicht mehr möglich. Sehr erfreut sagten Sie zu. Zwar war entsprechend wenig los an dem Abend, aber wir hatten, glaube ich, alle viel Spaß zusammen.


Weitere Songs findet Ihr auf Youtube, Facebook oder Reverbnation.


Donnerstag, 22. Januar 2009

The XXX "Plastic Toy Revolution" Tape

Eingestellt von Florian Janner




Wahrlich ein Spitzentape der Backnanger Indie-Helden. 1-2-3-4, steil und sportlich nach vorne mit super Melodien, in allerbester 1980er Hüsker Dü Manier. Allenthalben tolle mehrstimmige Gesänge, Ohrwurmkandidaten en gros, muss ich noch mehr sagen? Umgeben ist das gute Stück allerdings von 1000 Fragezeichen. In welchem Jahr ist es erschienen? Ich tippe auf die seeehr frühen Neunziger. Rüdi meint: 1993. Aber Dank Mr. Hering wissen wir's jetzt ganz genau: Ende 1992 im Proberaum. Wer sind diese sehr geheimnisvollen Necrophilic Hot-Rods, die das Ganze (und auch alle anderen XXX-CDs) produziert haben? Und, wer spielt denn überhaupt alles mit bei Triple X? Schachti jedenfalls noch nicht, der kam erst später dazu. Helft mir mal weiter, ich weiss leider keine Namen. Die stehen ja auch weder auf der lange nicht aktualisierten Band-Website noch in den diversen CD-Hüllen drin. Huuu, wie überaus ominös... Hering verrät's uns:
Hans Pitlik - Drums, GesangStefan Noller - BassAndi Ottmar / Hering - Gitarre Gesang
Ansonsten bleibt zu erwähnen, dass die 3 Ixe bei den hier im Blog befindlichen Juze-Compilations 2000 und 2007 mit am Start waren. Und nochmal Hering: "Die erste CD 'Swami' kam dann 1995, und die zweite, mit Schachti, 'It's lonely at the top' in 2005." Die werden sicherlich auch eines Tages hier im Blog verwurstet werden.
Ein großes Dankeschön geht jedenfalls mal wieder an Rüdi W., der mir auch diese (mir bislang völlig unbekannte) Perle zugesteckt hat.
  1. Crown of Creation [ Oh yeah. Oh yeah. Hat's auf Anhieb in meine BKRCA-All-Time-Top-10 geschafft. ]
  2. Hey Now Baby
  3. Just Like On TV
  4. Miracles [ Mit ganz fiesem "Oooh-oooh-oooh"-Ohrwurm-Chor. Noch so ein Top-Zehn-Anwärter. ]
  5. Pride
  6. Since You've Been Gone
Anzuhören übrigens auch bei Last FM.Und das Cover der 2002er Mofa-CD sieht ja doch irgendwie ähnlich aus.



Dienstag, 22. April 2008

"Backnang Rock City" - die Jonas Jinx Connection

Eingestellt von Florian Janner



Backnang Rock City... wie gesagt, Jonas Jinx aus Hildesheim hatten das mal so formuliert und netterweise einfach den Wanderpokal von Detroit Rock City nach Backnang weitergereicht. Weils ihnen immer so dermaßen gut gefallen hat bei ihren Konzerten in BK Anfang der 90er (18.04.1992 im Juze, 07.11.1992 im Juze, irgendwann danach nochmal im Juze und noch irgendwann auf dem Straßenfest). Und just vorgestern erreichte mich doch tatsächlich und völlig ungefragt eine Email von keinem geringeren als Steve Bower, Sänger und Gitarrist von Jonas Jinx... Oh freu, er schreibt:
"Hi,
Backnang Rock City haben wir zwei mal erwähnt. Das erste mal war in der Dankesliste bei unserer CD Troubled Times und das zweite mal war die Halloliste auf unserer CD Case of Mistaken Identity.
Wir haben uns immer auf Backnang gefreut, war halt immer sehr schön dort zu spielen - immer gute Stimmung und wir hatten eine Menge Spaß. Auf der negativen Seite aber, hatte ich immer einen Schädel wie eine Gasuhr am nächsten Tag. Naja, alles hat eben seinen Preis :0)

So viele Grüsse an alle
Steve Bower - Jonas Jinx"
Danke an Steve für die Infos! Der gute hat ne Website, auf der er auch ein bisschen was über die leider schon 1996 aufgelösten Jonas Jinx schreibt. Gerald Harzer hat mir Scans von der ersten J.J. CD geschickt, vielen Dank, Bilder siehe unten. Und Danke auch an den Wolf für die skurrilen Anekdoten ausm Super Döner 2 und aus Schellerten-Ödelsum (??HAHAA!!!) weiter unten bei den Kommentaren, sowie für noch mehr Bilder.

Die erste CD, "Troubled Times" von 1993


Und noch ein Foto vom Artwork der zweiten CD, "A Case of Mistaken Identity" von 1995. Jonas Jinx would like to say hello to: Backnang Rock City.



Und zu guter letzt noch das Liedchen von Kiss über Detroit Rock City. Was für ne schlimme Band... wenn die wenigstens gute Musik machen würden...





Mittwoch, 13. Februar 2008

Hush Underground "Up On My Way" Tape 1992 - Die Bolle & Rüdi Saga, pt. 3

Eingestellt von Florian Janner



Dritter und vorletzter Teil der fast unendlichen Geschichte, wie Daniel und Rüdiger auszogen um in hunderttausend gemeinsamen Bands zu spielen.. Nach 14. Aufguss und Noses Of Bergerac nun also, von 1991 bis 1993, Hush Underground.

Sämtlichen Kram in diesem Post hat mal wieder Rüdi Wolf seinen unerschöpflichen Beständen entlockt. Danke!!! Er schreibt:

"Anfänglich ein Projekt, das Donnerstagnachmittags im Juze BK aufspielte zur 'BESSER - IN - DIE - OSTERFERIEN - REINKOMM - PARTY', mit Hits wie 'Born to be wild', 'Drunken Sailor', 'Geschwisterliebe', 'Smells like Teen Spirit', etc. pp. Im Zuge der allgemeinen Nirvana-Hysterie präsentierte die Band einen Mix aus Dinosaur Jr., Afghan Whigs und Mudhoney.
Das erste richtige Konzert fand in der Stadthalle BK im Vorprogramm von Love Battery und Soil statt, weil’s Juze mal wieder ne Band brauchte, die sich kostengünstig zum Affen macht. Der Herr Wolf musste sich daher auch mit einem 5 Minuten Gitarrensolo profilieren, obwohl er ja nicht mal weiß, wie man Gitarre überhaupt ausspricht. Es folgten aber auch richtige Konzerte, z.B. im Vorprogramm von The Prime Movers, oder beim Michaelsberg-Open Air hoch über Tripsdrill.
Die Band löste sich auf, weil Knopf immer um fünf zum Essen zu Hause sein musste. Wahrscheinlich spielte er deswegen später bei den Geigenheulern von Sony Pipeline. Viel, viel später wurde er dann doch noch zum richtigen Mann und zupfte bei Bands wie Die Fidelen Unterländer und dem Königlich-Württembergischen Hofbräu-Regiment die Klampfe."



Die Tracks vom Demotape, produziert von Thommy Grollmus in den BAT- Studios:
  1. Hintrou
  2. Up On My Way
  3. Climbing High
  4. It Rains
  5. My Suggestion
  6. Deep Down

Außerdem hier noch ne Live-Aufnahme aus der Stadthalle Murrhardt (mit Sven Rauert am Mikro!), die, so Rüdi, "wohl eher die Noise- und Indie-Einflüsse wiederspiegelt als die zu glatt produzierten Demoaufnahmen."
The Underground



Besetzung



Live im Juze Backnang


Live in der Störung Backnang


Vom Demo gabs zwei Versionen: Die ersten 100 Stück mit nem Cover von Holger Nüssle und sechs Songs.


Die zweite Auflage, wieder 100 Stück, kam mit einem 60er- Jahre Cover und nur noch 4 Songs daher.




Dienstag, 15. Januar 2008

Diaphragma "Pregnant" Tape 1992

Eingestellt von Florian Janner



Yeah!! 1000 Dank an Pascal Steinert, der mir schnell wie der Blitz die mp3s und Fotos rübergeschickt hat, und an Jens Krüger für noch mehr Bilder. Danke Danke Danke!!!!! Die beiden haben sich ausserdem nicht lumpen lassen und noch einen ganzen Berg Insider-Infos aus allererster Hand hinterhergeschickt.


Also dann, meine Damen und Herren, der Drummer hat das Wort:

"Das Tape (...) wurde bei (wie hießen die noch?) Warschi und Tommy usw. hinterm alten Filmtheater - (o Gott ich werde alt!) aufgenommen.

Mein Gott waren wir jung und oh je, waren wir (teilweise) unmusikalisch... (v.a. Jan Wahn und ich). Aber wir waren für kurze Zeit Rockstars und hatten viel Spaß. Ich glaube wir haben den Sprung nach ganz oben nur verpasst, weil wir die Gelegenheit bei The Bates im Juze als Vorband zu spielen absagen mussten, weil ich krank war... Arrrrrghhhh!

Cool war das Nachwuchsfestival in der alten Stadthalle. Danach sagte Jürgen Tetzlaff zu mir: "....Eyyyy coooool, Ihr seid die einzige Punkband die ich kenne die die Coversongs langsamer spielt als im original....". Aber auch die Auftritte im Juze Welzheim, in Weissach, im Max-Born und im Taus-Gymnasium waren saugeil.

Unglaublich, wenn ich daran denke, dass Tommy tatsächlich im zarten Alter von 13 Jahren (ich war 19) bei uns angefangen hat und wir seiner Mutter versprochen haben, im Proberaum nicht zu rauchen. Er war damals schon ein besserer Musiker als wir restlichen 4 zusammen.

Legendär auch unser Bandboot auf der Murregatta. Wir wurden Dritter und bekamen NICHT die aufstellbare Pappfigur mit dem Unterwäschemodell...!
Aber die Mädels liebten uns...!"






Tracks
  1. White Star
  2. Losing My Mind
  3. Cash
  4. To The Ground
  5. Beautiful And Merciless
  6. Little Mike
  7. Olaf [ Olaf Trinkt Milch! Olaf kotzt ab! Mit Olaf ist kein Geringerer als Olaf Pazzer gemeint, damals wie heute Sänger von Totenmond, der Band in der Diaphragma-Sänger Senf heutzutage Bass spielt. ]


Alle Tracks auch auf Last FM:

Free MP3s on Last.fm




Band

Auflage: 2 x 100 Stück

Übrigens, Diaphragma hießen ursprünglich Igor.





Bassist Jens Krüger zu den Bildern:

"Anbei noch das Diaphragma-Cover ( das sieht deshalb so scheisse aus, weil wir es in der Papeterie Menke, da wo heute die Einfahrt zur KSK-Tiefgarage ist, seinerzeit von Hand kopiert und ausgeschnitten haben)....

Und wenn man die Sammelmappe erstmal aufgemacht hat, dann findet man auch noch lustige Bilder ... Man achte insbesondere auf den gefürchteten Zackenbass und Senfens Frisur (wir waren ne echte Punkband *Jawoll*)"



Zwei Bilder vom Auftritt beim Abifest. 1993? Vorne an dem dämlichen Pfosten, der so großartig die Aussicht auf die Band verstellt, hängt übrigens ein Igor-Flyer.



Wenn das auf dem folgenden Bild mal nicht beim Straßenfest '92 oder '93 auf der Juzebühne war. Noch am alten Platz zwischen Sparkasse und Langbein, da war an Jugendmeilen oder dergleichen noch nicht zu denken. Irgendwie war der alte Standort lustig, da mussten sich die braven Bürgers immer mitten durchs Juzepublikum quälen, während man heute ja völlig abgeschottet im Jugendmeilenghetto vor sich hin deliriert.
Ganz hervorragend nicht nur Krügers Zackenbass, sondern auch der damals ubiquitäre rot-weiße Gaildorfer-Aufkleber





Und noch ein paar Juze-Bilder der Beteiligten aus dem Jahr 1991.. Senf und Jens beim Oktoberfest, Pascal beim Transenabend und der Kriagrsjenz beim Vorstandsseminar.