Posts mit dem Label Florian Janner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Florian Janner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 13. November 2008

Rändfull Roodle - Proberaum 1998 / Live 1999

Eingestellt von Florian Janner



Hell Yeah, na endlich: das randvolle Rudel!!!!! Backnangs erste, einzige, für immer allerbeste schlechteste Saufpunk-Fuckrockband!!! Gegründet als wortwörtliche Schnaps- oder eher Bieridee im Mai 1998, aufgelöst nach dem Auftritt beim Abifest im Mai 1999, siehe unten. Die Fotos sind vom Konzi Anfang 1999 im Juze BK. Mehr Gigs als die beiden gabs dann leider auch gar nicht, aber Hauptsache noch vor dem ersten Auftritt ne eigene Website, T-Shirts und hunderte von Aufklebern raushauen, hahaha...!! Ach ja, ein schräges Revivalkonzert musste dann doch noch sein, irgendwann im Juze als Vorkasper von Waskoschdrmoschd, mit Gonso an der Klampfe. Rekord sind die sage und schreibe neun Bandmitglieder (eins mehr als Flymoe), inklusive vier Backgroundsängerinnen. Wer sich also schon lange gewundert hat, dass hier im Archiv bislang keine einzige Frau aufetaucht ist: voilà. Und niemand hatte ja wohl jemals bessere Liedertitel, um nur mal "Bomben auf England (Oi Oi Oi"), "Saufen in BK" oder "Mönschen trinken Bönnschen" (What the..?) zu nennen.



Nobis grandios untertreibende Bandauflösungs-Bekanntgabe vom Mai 1999 klang übrigens so:

THE RÄNDFULL ROODLE IS DEAD!

Farewell to the Kings

On Friday, 14 May 1999, The Rändfull Roodle decided to give up the Rock’n’Roll business after a short but intensive period of loud and raw noise.
Several band-members didn’t get along with the upcoming signs of popularity and wealth while others felt that the band soon would be exploited by the record-industry if the rise of this great fuckrock act would continue in that way.
We had some great shows and a lot of fun, or to speak with another artist of a fallen band (slightly changed): We didn’t make shitloads of money, the kids hated us as well as the underground did.
In the future you gotta watch out for several continuing-projects that will carry on the spirit of fuckrock (as the upcoming Speed Rokkets)

keep on rockin’
nobi suckx, may 1999



PS - Was noch fehlt wäre ein Foto des letzten (k)lebenden Rändfull Roodle Aufklebers. Der klebt in Backnang nach wie vor und seit ich ihn halt damals da hingebebbt habe am Einfahrt-Verboten-Schild Kreuzung Häfnersweg/Ahornweg. Vielleicht mag ihn ja wer ablichten und einsenden. Nobis Roodle-Aufkleber waren damals im Stadtbild ja fast so omnipräsent wie ein paar Jahre vorher die No Host-Sticker.



So, erstmal die Aufnahmen vom Abifest 1999, mit Phlippy am Mikro:

Hab heute auf der Suche nach den alten gammeligen Proberaumtapes tatsächlich eine der ersten Bandproben vom 22. Mai 1998 im Unterschöntaler Landluftproberaum gefunden, noch mit Lars am Gesang und nur einer Gitarre:






Yeah, alle Fotos vom ersten Auftritt Anno 98 im Juze BK. Die Fotos sind von Steffen Bondiek (Naughty Bishops / Spit). Danke an Reiner Dieterich fürs damalige Einscannen.



Herr Jantz: 1a Haltungsnoten für Superposing


Daumen rauf für Supersauf und zeitlos guten Style: 2 Kästen Bier auf der Bühne

Pogoalarm. Vorne Phlippy - eben noch im Publikum, ein paar Monate später schon auf unserer Showbühne.


Man beachte auch das hübsche Banner ("Rändfull Roodle / Fuck Rock / Whimps and posers leave the hall!!")


Jürgen "Uljanov" Maurer gibt alles; Phlippy und noch ein paar alte Bekannte


Rechter Hand: ex-Kommilitone Ralv Milberg von Leergut / Hoodoo Hook Up, die ich diverse Male nach BK geschleppt habe. Sind an dem Abend auch aufgetreten.

Evil: The Crixler Reiner Dieterich




Sonntag, 19. Oktober 2008

Yasmine Tourist

Eingestellt von Florian Janner




Nur mal schnell eine kleine, erfreuliche Bekanntgabe in eigener Sache. Dominik Gerwalds Singer/Songwriter-Projekt Yasmine Tourist hat sich nämlich, quasi über Nacht, zur veritablen Band ausgewachsen. Warum also nicht zur Abwechslung, statt immer nur von glorreichen, aber längst vergangenen Zeiten oder vom Ableben toller Bands zu berichten, mal eine (Wieder)Geburts- / Eheschließungs- / Erwachsen-werd-Anzeige einer backnangbasierten Combo hier im Archiv. Und hoffentlich nicht so bald schon an dieser Stelle die posthume Aufarbeitung des Ganzen. In welche Richtung es musikalisch gehen wird? "Laut und Folkpop, leise und Postrock?" meint Dom, oben im Bild, der alle Lieder geschrieben hat. Wir werden sehen, und hören. Seid dabei. Zum Beispiel am 22. November im Exil / Pforzheim, da machen wir die Vorband für Submarien. Und nur keine Angst vor Herrn Nahtegal und seinem Beil.

Yasmine Tourist bei Last FM


Dienstag, 12. August 2008

"Your mother isn't cooking!" Erste Kostprobe vom Flymoe-Abschiedskonzert (4.7.2008)

Eingestellt von Florian Janner


flymoe,backnang

Haha, kurz vor Ladenschluss noch so ne Granate im Postfach...
Zwar brauchen die leicht großspurig angekündigten Aufnahmen vom Flymoe-Abschiedsgig (hier der ausführliche Post) aufgrund tschechischer Ungereimtheiten noch ne Weile, aber der stets emsige Dr. Gonso hat sich nicht lumpen lassen und vorab schonmal eine kleine musikalische Perle aus der Schatulle gelassen. Er schreibt:
"Hier ein kleines aber feines Stück (nunmehr) Flymoe-Musikgeschichte vom Abschiedskonzert. Is nur mal so vorab, da mir des Schmiddis Mischung an jenem Abend doch so einige Probleme (u. A. u. v. A. lautstärkemäßig) und daher viel Arbeit bereitet. ;-) Wir wissen ja alle warum...da Moniddooooaaaarmix hald! Gell!? Besserung wird gelobt - ich tu was die Technik hergibt - aber ich find's so cool, daß ich Euch DAS hier nicht länger vorenthalten will."

Ich auch nicht! Also dann. Haha, ausgerechnet DIESE Nummer... nämlich das für Flymoe total repräsentative, gefühlvoll dargebrachte Brüllaffenstück Rhyme of the Flymoe. Es ist eigentlich nichts als Lärm. Und, toll, ich durfte aus Nostalgiegründen auch mitkeifen. Macht drei Brüllaffen minus Orgel. Außerdem beisst sich die mediale Schlange hier ganz selbstreferentiell in den Schwanz, da Sanoj in seiner Ansage ausgiebig Werbung macht für genau jenes Rock City Archiv, in dem wir uns alle in eben diesem Moment befinden.
Zum Vergleich hier noch die in eben jener Ansage erwähnte, historische MBG-Musiksaal-Aufnahme des selben Stücks. Aus dem sehr fernen Jahr 2000 (nicht 2001).


Samstag, 5. Juli 2008

"When I say BACKNANG you say ROCK CITY"... Das Flymoe-Abschiedskonzert am 4.7.2008

Eingestellt von Florian Janner



flymoe,backnangDas gibt's doch nicht. Beziehungsweise: Flymoe gibt's nicht mehr. Womit sie nun leider endgültig ein Fall fürs Rock City Archiv geworden sind. Dass sich die Band auflösen würde war schon seit Monaten klar, aber seit dem gestrigen Abschiedskonzert der 8 grüngelben Knaben ist es endgültig und offiziell und zu spät. Richtig schlimm ist das. Immerhin haben sie der Welt aber nochmal mit links bewiesen, was für eine schweinisch geile, ultratighte und alles und jeden wegrockende Liveband sie schon immer waren. Umso unverständlicher ist's eben für uns Außenstehende, warum Flymoe denn um Himmels willen ausgerechnet jetzt aufhören müssen?!? Eine Band, die nach 8 Jahren angriffslustiger und unverbrauchter denn je daherkommt und die so offensichtlich SO geliebt wird. Sie werden ihre Gründe haben (die könnt ihr in der BKZ nachlesen), aber gestern Abend ist eben nur allzu klar geworden, dass musikalisch die frische Luft auch in 100 Jahren noch nicht draußen gewesen wäre. Und dass die Jungs nach wie vor, und selbst nach einjähriger fast vollständiger Abwesenheit noch jeden Tanzflur zum Überschwappen bringen.
Was für ein Abend. Hauen die uns doch einfach so ein fast dreistündiges Konzert und sage und schreibe 25 total durchgeschwitzte Lieder um die Ohren. Darunter seit Jahr und Tag nicht mehr gespielte, eigens wieder ausgebuddelte Perlen aus der Flymoesteinzeit wie "Rhyme Of The Flymoe", "Bacardi Feeling" (Höhö, "Weed for the Dude..."), und sogar das für immer verschollen geglaubte "High Heels"!!! Wahnsinn. Nicht mal das Star Wars-Intro, Hödels wirklich schlimmes wohltönendes Free-Jazz-Posaunensolo und die Baströckchen-Einlage haben gefehlt ("Take A Look" dagegen schon ;-p. Und "Funky Sailor"? Jungs!). Und als Novum noch der moonwalkende, am Bier solierende Disco Joe. Ach, es war großartig. Und herzzereißend. Und genau so fulminant, wie man es seit eh und je von den Funkbuben gewohnt war.
Funkrockdiscopop? Ja, klar, aber in diesem selbstgewählten Label fehlen ja mindestens noch Reggae, Ska, Dancehall, Drum und Bass und Hip und Hop. Die können nämlich alles, mann mann mann. Und (fast) alle waren da, die treuen Flymoefans der allerallerersten Stunde, die "Sanoj Abraham, tschalalalala"-Sprechchöre, Triebwerk-Baffis Merchandise-Schmetterlinge, die Kreischbojen Jessi und Michi, die Eltern, die BKZ, die Schwalbengarage... nur Inge und Paco haben gekniffen, und Sibi weilt ja leider mit guter Ausrede in Běijīng.
flymoe,backnang
Übrigens hat der gute Schmiddi, er sei gepriesen, alles mitgeschnitten. Alles. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr an dieser Stelle in den akustischen Genuss des kompletten Flymoe-Abschiedskonzerts kommen werdet. Fotos und Filmchen vom Auftritt kommen dann auch noch, sobald sie bei mir eingetrudelt sind. Was ein Aufruf ist! Tanja!! Also dann, demnächst mehr, genau hier. Und nächstes Jahr die Flymoe-Reunion? BITTE!!!

P.S.: A propos Hödels Posaunensolo... mir wurde unter der Hand und unter Lebensgefahr für alle Beteiligten ein skandalöser Flymoe-Konzertmitschnitt aus dem Jahr 2006 zugespielt. Zu hören ist eines eben jener gefürchteten Soli des DJ Funkrock di Milano. Heiligemuttergottes... doch hört selbst.

Links

Konzert-Ankündigung und Review aus der Backnanger Kreiszeitung (siehe unten).
Flymoe (noch?) bei MySpace
Noch mehr Flymoe im Rock City Archiv




Backnanger Kreiszeitung vom 03.07.2008

Einzigartiger Funkrockdiscopop

Backnang (ik) – Flymoe geben am Freitag ab 20 Uhr in den Räumen des Kleintierzüchtervereins ihr Abschiedskonzert. Wie Geschäftsführer Sanoj Abraham auf Anfrage der Backnanger Kreiszeitung wissen lässt, sind die Gründe für das Ende der Kapelle verschieden. Abraham: Zum einen lebten die Musiker in der Zwischenzeit in unterschiedlichen Städten, und die Möglichkeiten zur Probe und Konzerte zu spielen „sind sehr gering“. Zum anderen sei durch die Verpflichtungen in anderen Bands und durch berufliche Karrieren der Faktor Zeit zum Hauptproblem geworden. Trotz regelmäßigen Kontakts untereinander „und uneingeschränkter Sympathie der einzelnen Musiker, war das Ende nicht mehr abzuwenden und wurde dann einstimmig unter großer Wehmut aller Beteiligten im Frühjahr 2008 beschlossen“.

Das Gebot der Stunde heißt also: Das Konzert am Freitag so richtig genießen. Die facettenreiche Musikkapelle bedient sich aus den Musikstilen der letzten 30 Jahre: Funk, Rock, Disco und Pop wird hier vereint mit Swing, Reggae, Dancehall, Rap und Soul. Was dabei herauskommt ist kein wahlloser Stilmix, sondern stimmige Beats von qualitativer Einzigartigkeit, genannt funkrockdiscopop. Der achtköpfigen Rhythmusgruppe sind kategorische Schubladen zu klein. Die Flymoes sind mittlerweile im Alter von 23 bis 30. Die Besetzung: Funk Sinatra (Drums), Stefunque L’Amour (Bass), Dr. G (Gitarre), Disco Joe (Rhodes, Keys und Synthesizer), DJ Phunkrock (Turntables und Samples), Koschbert (Saxophon und Perkussion), Silly (Posaune, Gesang) und Roberto Funko (Gesang). Als Schülerband fanden sich die acht musikalischen Querköpfe im Jahre 2000 zusammen. Seitdem gaben sie über 200 Konzerte und überzeugten neben einer stets wachsenden Fangemeinschaft auch Musikerkollegen und Juroren mit ihrem Können. Die Folgen: Bandsupports unter anderem für Rolf Stahlhofen von den Söhnen Mannheims, Dendemann, Donots, Max Mutzke und Joachim Deutschland und die ein oder andere Trophäe in der Proberaum-Vitrine. Die Flymoes haben sich 2001 einen Sieg beim bundesweiten Nachwuchswettbewerb „New Talents“ sowie 2002 den zweiten und 2003 den vierten Platz im Süddeutschlandfinale von Emergenza, dem deutschlandweit größten Nachwuchswettbewerb, erspielt. Auch TV-Luft durften Flymoe bereits schnuppern – während eines Live-Auftritts bei VIVA Interaktiv. Nach dem Debüt-Werk „funkrockdiscopop“ 2001 folgte 2003 die Live-CD „8Live“ und 2006 die 5-Track-EP „Superstereogerät“ – im Internet über www.superstereo.de erhältlich. Was diese Jungs einzigartig macht, ist eine unvergessliche Live-Performance.



Backnanger Kreiszeitung vom 08.07.2008

"Zum letzten mal: Hallo Backnang" - Großartige Show

Backnang (Claudia Ackermann; Foto: E. Layher) – Eigentlich ein trauriges Ereignis für viele ihrer Fans: Die Backnanger Band Flymoe gibt es nicht mehr. Grabesstimmung herrschte jedoch nicht bei dem Abschiedskonzert, das die Band im Domizil des Kleintierzüchtervereins unter dem Viadukt gab. Spaß war angesagt, und das Publikum machte mit den acht Jungs noch mal so richtig Party.

"Zum letzten Mal: Hallo Backnang." Mit ihrem einzigartigen Stilmix aus Rock, Pop, Funk, Hip-Hop, Disko und Raggae und einer vor Energie strotzenden Bühnenpräsenz gaben Flymoe beim Abschiedskonzert noch mal alles. Außergewöhnlich ist nicht nur ihr Stil mit durchgehend eigenen Stücken, sondern auch die Besetzung mit Bläsern und einem DJ, der am Turntable Samples einspielt. Die Sänger Sanoj Abraham und Simon Walter verstehen es, mit ihrer Bühnenshow das Publikum mitzureißen, und so ließen die ersten Tänzer nicht lange auf sich warten. Die anderen konnten zumindest nicht umhin, zum Takt mit den Hüften zu wippen. Musik, die in die Beine geht. Angefangen hatte alles beim Bandfestival des Max-Born-Gymnasiums im Jahr 2000. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Schülern und Freunden hatte als Band seinen ersten Auftritt. Mit nur zwei Stücken bestritten sie damals das einstündige Konzert, der Rest war improvisiert. Dass sich bei Flymoe dieser einzigartige Stilmix entwickelte, war nicht beabsichtigt. Es ergab sich so, weil alle Bandmitglieder aus ganz verschiedenen Stilrichtungen kommen. „Wir haben einfach Musik gemacht, wie wir Lust hatten, ohne musikalische Einschränkungen“, beschreibt es Sänger Sanoj Abraham. Die Reaktion des Publikums gab ihnen Recht. Schweren Herzens haben sich die Bandmitglieder entschlossen aufzuhören. DJ Philip Fischer geht wegen seines Studiums nach Hamburg. Schlagzeuger Philipp Wiesmann und Saxofonist Stefan Koschitzki sind Berufsmusiker und spielen in verschiedenen Bands. Da sind die Wochenenden meist mit Konzerten ausgebucht. Sanoj Abraham ist Sänger bei der Band Die dicken Kinder, bei der auch Bassist Stefan Geiss mitspielt. Die weiteren Bandmitglieder sind Marc Gonsior, Gitarre, und Jochen Bomm, Keyboard. Schon einmal hatten sie eine Zwangspause eingelegt, weil Simon Walter (Gesang und Posaune) wegen seines Studiums ein Jahr in Südafrika war. Und wenn die grünen Männchen auf der Bühne zu Hip-Hop wie Gummibälle auf- und abspringen, dann hüpft das Publikum im ganzen Saal mit. Ausgelassene Stimmung beim Abschiedskonzert. Nur ein kleines bisschen Wehmut kam bei Bandleader Abraham doch auf: „Wenn man euch da unten so sieht, könnte man grad weitermachen.“


Montag, 24. März 2008

Jet Helm - Proberaumaufnahmen 2003

Eingestellt von Florian Janner



Irgendwann Anfang 2003 wars leider vorbei mit der Band Mofa. Aber ein Nachfolgeprojekt war mit Jet Helm zum Glück gleich zur Hand, Eisi konnte nämlich den ganz großartigen Flo Streckenbach reaktivieren und mitsamt seinem Schlagzeug in unseren Proberaum locken. Leider sollte das Ganze ein viel zu kurzlebiges Vergnügen bleiben, wurde aber immerhin zur Keimzelle einer weiteren Band, nämlich Pan Mono, deren ausufernder Improvisationswahn sich hier bereits ankündigt ("Langes Stück ohne Namen", "Song About You"). Alle Aufnahmen sind, bis auf "Nothing I Can't Do", das einen einigermaßen festgelegten Ablauf hatte, zufällige Minidisc-Mitschnitte einigermaßen ziellos dahinimprovisierter Jams.
Und zum Glück bin ich ein so vergesslicher Schluffi. Da ichs nämlich so oft verbimmelt hatte, meinen Bass mitzubringen, spiele ich auf den Aufnahmen auf Christoph Schillings ganz wunderbar wohlklingender Bassgitarre. Seine Band Sonic Ampire hatte damals im selben Proberaum ihr Zuhause.
Der Herr mit dem Jethelm ist übrigens Jörg Puch alias Jörg Eisenmann, Ebse hat das Foto im selben Jahr geschossen, in Bad Cannstatt vor Chef's Imbiss-Station. Prost.

















Wer?






Dienstag, 19. Februar 2008

Flymoe - Unveröffentlichte Aufnahmen 2000-2003

Eingestellt von Florian Janner



Ich will das noch nicht so ganz wahrhaben, aber... "Nun isses raus: Wir hören auf." Nach 8 1/2 Jahren und hunderten von Konzerten wird also irgendwann in diesem Sommer Schluss sein mit Flymoe. Das ist ganz schön traurig. Das geht so nicht, Jungs! :( Die fulminanteste, most entertaining Liveband hierzulande will abtreten? Neiiin!! Warum können stattdessen nicht einfach all die schlechten Bands aufhören? Die Welt ist schlecht.

Zu Flymoe gibt es natürlich ne ganz gewaltige Menge zu sagen, aber dazu ein andermal mehr. Um die Buben nochmal gehörig abzufeiern, gibts jetzt erstmal nen ganzen Schwung bislang Ungehörtes von dieser überaus feinen Combo (und ein paar Bandfotos). Und zwar Sachen aus der Phase, in der ich noch mit dabei war, zwischen 2000 und 2004. In der Zeit sind 2 offizielle CDs entstanden, "Funkrockdiscopop" im Jahre 2001, die stell ich demnächst auch noch hier rein, sowie die Live-CD "8 Live" von 2003 - letztere könnt ihr nach wie vor bei der Band kaufen (weswegen es hier im Blog auch nichts davon zu hören geben wird).

myspace.com/flymoe





Zunächst mal eine kleine Weltpremiere, nämlich 4 Stücke, die nie die 4 Wände der diversen Proberäume verlassen haben und in all den Jahren niemals nie live gespielt wurden:
  • I Don't Wanna See - "Oh na na na!!" Hihi.. Mal wieder so ein Ausflug in Reggaegefilde. Proberaumaufnahme von 2002. Als Vorbereitung zur Live-CD-Aufnahme hatten wir damals das komplette Programm in Jo Roths Gartenstraßenproberaum aufgenommen. Dieses Stück schwirrte irgendwie immer herum, aber leider haben wirs dann doch nie live gespielt. Ich möchte wichtigtuerisch anmerken, dass der Refrain von mir stammt.
  • Pretty Girls - Das muss 2003 gewesen sein. Gonso hat mir erst kürzlich diese Aufnahme gezeigt (Danke für die mp3, Alter!), an die ich mich beim allerbesten Willen nicht mehr erinnern konnte. Ich hätte nicht mal erkannt, dass ich da überhaupt mitgespielt habe. Tss. Großartiges Stück. Sehr sehr geile funky Schweinegitarre.
  • Crazy Fickpisse - Sommer 2001, live im Proberaum, noch ohne Jochen. Sicher das längste und vertrackteste (daher auch der Arbeitstitel :) Flymoe-Stück ever. Das Strophenriff ist bei Gonsos alter Death Metal-Band Bloodbath geklaut, harr harr, vom Stück Suffer From Pain nämlich (Teufel auch, DAS waren noch Liedertitel!), wo das Riff bei 3:09 Minuten auftaucht.
  • 6 Achtel - 2001, live im Proberaum, auch dies noch ohne Jochen. Die Idee zum Stück ist von mir, habe das dann Jahre später bei Pan Mono untergebracht als Part II ("Lullaby For The City") unseres megalomanen 25minütigen Opus Magnum (ab Minute 4).




Und noch ne Premiere. Die nächsten paar Stücke haben wir zwar regelmäßig live gespielt, aber nie auf CD veröffentlicht. Bittesehr:
  • Game - 2002 in Jo Roths Proberaum aufgenommen (siehe oben). Ha, auch diese Riffs sind auf dem Mist des Herrn Phunkphrish gewachsen.
  • Wonderland - Auch dies 2002 in Jo Roths Proberaum aufgenommen (siehe oben).
  • Gravity - Weihnachten 2002 aufwändigst in den Bauer Studios Ludwigsburg aufgenommen, wo Manul damals gearbeitet hatte. Mp3 kommt noch, sorry.
  • Rhyme Of The Flymoe - !!!!!! Ist das geil oder ist das der Hammer? Arrrr!! Im Juli 2000 im MBG-Musiksaal noch ohne Jochen und mit Hilfe der Bäume auf Band gebannt. Die anderen Tracks von dieser allerallerersten Flymoe-Aufnahme-Session sind leider ZU schlimm, echt, oh Mann, die dürfen wirklich niiiiemals an die Öffentlichkeit gelangen (Katha, tu's nicht... ;)




Besetzung bis Anfang 2004
  • Sanoj Abraham / Roberto Funko - Gesang, Akkordeon. Früher mit Simon bei Rapid Punch und Gast bei Typhus.
  • Jochen Bomm / Disco Joe - Rhodes, Keyboard. Ganz früher bei No Host, dann mit Funkfrisch bei Milhouse.
  • Philip Fischer / DJ Funkrock di Milano - Turntables, Sequencer. Früher beim Reimlabor.
  • Marc Gonsior / Lady Funkenstein / Funk Zappa / Dr. G. - Gitarre. Früher mit Funkfrisch bei Polyticks, Spit und, für einen Auftritt, bei Rändfull Roodle.
  • Florian Janner / Funkfrisch Auf Den Tisch - Bass, Backgroundgesang. Zur Vergangenheit siehe Jochen und Gonso.
  • Sebastian Sinn / C.B. Funk - Sex-o-phon
  • Simon Walter / Funk Farian - Gesang, Posaune. Früher mit Sanoj bei Rapid Punch sowie diverse Vocals bei Janis Band Typhus.
  • Jan-Philip Wiesmann / Funk Sinatra - Schlagzeug, Percussion, Trompete. Früher bei Blue, dann Typhus.




Ende 2002 im cje, vor der CD-Aufnahme : Stalin, Trotzki, Dalì, Diamanten-Joe und Rabbi Silly Silbermann.

Yeah! Fans in Langenau mit selbstgemachten Flymoe-Shirts!


Hell Yeah. 2003


2001 in Stuggi, Skatepark unterm kleinen Schlossplatz. Tja, der ist mittlerweile auch hinüber.


Irchendwo im Fränggischen. Finden sie die 2 Metal-Shirts in diesem Bild.


2002









Dienstag, 5. Februar 2008

Mañana (Straßenfest 2005)

Eingestellt von Florian Janner



Mañana ist ein Rap-Projekt der nach Berlin ausgewanderten Exilbacknanger Bastian Fleig und Matthias Erdmann. Die beiden hatten es 2005 geschafft, sich beim Backnanger Straßenfest einen Auftritt auf Häfners großer orangener Bühne am Obstmarkt zu sichern, Samstags um 19 Uhr. Und für den Anlass wurde eine Band aus alten Freunden und Bekannten zusammengewürfelt. Geprobt haben wir zum ersten mal ein paar Tage vor dem Auftritt, im damaligen Pan Mono-Proberaum (Wer hat da nicht schon alles Lärm gemacht, in diesen vier Wänden... Tut Das Not, Mofa, Jet Helm, Reisig, Narco Kings, Twenty To Nine etc.). Es war ganz unfassbar heiss, wie man vielleicht erkennen kann... Der Auftritt selbst war dann, fürchte ich, eher so lá lá. Wir sind halt doch alle keine Profis, außer Basti.
Die von Matthias produzierten Mañana-Songs könnt ihr bei Myspace anhören, die Straßenfest-Probe-Aufnahmen gibts hiiier.




Tracks



Musiker




Ein paar Handyfotos aus dem Proberaum. Es war heiss, heiss, heiss... Das seltsame Gestell im Hintergrund an der Wand ist ein von Eisi pyrotechnisch präparierter Mofa-Auspuff - immerhin haben hier ja mal Mofa geprobt. Weiterhin erspäht das geübte Auge den Proberaum-Fernseher (den Eisi mal mitgebracht hatte, weil er unbedingt während der Probe ein ganz wichtiges Fußballspiel sehen musste), ein Bad Religion-Tourplakat von 1992, einen VfB-Wimpel aus den 1980er Jahren, der heute im Wohnzimmer hinter der Theke hängt, ein orangenes "Melodien für Millionen"-Plakat von Mofa, sowie den Kloschlüssel. Ach, der gute Proberaum... von 1999 bis 2006 hab ich hier drin jede Menge Zeit verbracht (und mindestens 2x übernachtet...)


Der Auftritt. Die Fotos sind von Anne Janner, Dankeschön!


Nach dem Auftritt. Der gute Moon personifiziert hier gewissermaßen die ganze Straßenfest-Experience: Bier, Regen, erhöhte Bereitschaft zur Debilität. Hervorragend!




Montag, 14. Januar 2008

Mofa "Ride Now!" CD 2002

Eingestellt von Florian Janner



Weils gar so schön war, hier die Bandinfo von 2002:

"vielleicht machen mofa ja stromgitarrenrock. oder eben sportiven indiepop. jedenfalls musik, für die man nichts dringender braucht als zwei rockgitarren, bass und schlagzeug. und einen der singt. 1-2-3-4 plus rock minus gepose, ziemlich unrasiert und ohne jethelm – und bei aller energie doch voller wunderschön funkelnder melodien. und ein wenig what they call schwermut, klaro. denn auch in der schwäbischen provinz hat man dinosaur jr. gehört. und blumfeld. samiam. walter elf. new end original. indie und punkrock, ihr wißt schon. mofa können leise und laut und fies und schön und dreckig. vier jungs ende 20, so wütend wie einst hans-peter briegel. und dabei doch stets so charmant wie die italienische nationalelf. das sind die jungs, mit denen man nach dem spiel gerne mal ein malzbier trinken geht. oder zwei. mofa, das sind timo zündapp (schlagzeug) holger hercules (gitarre), jörg puch (gitarre) und flori kreidler (gesang, bass, moog, sporadische gitarre)."


Tracklisting:
  1. Song About You
  2. Satellite ["I'm a satellite, day and night i orbit you, revolve around you.."]
  3. How I Feel
  4. Back Seat Of My Head [ Holgers Gitarrensolo ganz zum Schluss... heartbreaking! ]
  5. Kids
  6. Satellite [ distorted version ]



Wer war dabei:
  • Robert Lutz war Gründungsmitglied und erster Bassist von Mofa. Er ist 2001 ausgestiegen. War ganz früher bei Bloodbath, dann mit Flori Kreidler bei Polyticks, später noch bei Gasmann.



Jörg Puch in heroischer Pose, über ihm der Himmel über Niedernhall. Es war ein brüllend heisser, ganz wundervoller Sommertag, dieser 22. Juli 2000 im Hohenlohischen. Wir haben da bei so ner Art Umzug gespielt ("Loveparade Meets Woodstock"), einmal quer durchs irrsinnig malerische Kochertal - und zwar auf einem von einem Traktor gezogenen Anhänger... herrlich!! Auf dem letzten Bild sind unser Fahrer (mit "Trucker"-Glitzer-T-Shirt) und sein aufgebrezelter Trucktor mit im Bild.







Mofa im Proberaum, noch mit Robbe Lutz am Bass. Irgendwie wars da im Sommer immer ganz schön übertrieben heiss (siehe Mañana) ... Die Fotos sind natürlich vom legendären Gedankenfotograf Jean-Robert!!







Und noch ein Bild vom Auftritt bei der Geburtstagsparty meiner damaligen Mitbewohnerin Mucki, in Stuttgart Hallschlag. Das Foto verdeutlicht ganz gut Eisis Kunstfertigkeit in Bezug auf wunderhübsche Ausstaffierung der Bühne. Sein Vorrat an exzentrischen Lichterketten ist legendär - linker Hand, um die Gitarrenbox herum, die Herzchen-Lichterkette; rechts, die Bassbox einrahmend, die BIERKRÜGE-Lichterkette. Man beachte auch sein stets mitgeführtes rundes Kickers-Emblem sowie seinen grünen Fußball-Kunstrasen, natürlich ebenfalls von einer Lichterkette zum Publikumsbereich hin abgeschlossen.