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Samstag, 5. Juli 2008

"When I say BACKNANG you say ROCK CITY"... Das Flymoe-Abschiedskonzert am 4.7.2008 *schniief*

Eingestellt von Florian Janner



flymoe,backnangBuhuu. Das gibts doch nicht. Beziehungsweise: Flymoe gibts nicht mehr. Womit sie nun leider endgültig ein Fall fürs Rock City Archiv geworden sind. Dass sich die Band auflösen würde war schon seit Monaten klar, aber seit dem gestrigen Abschiedskonzert der 8 grüngelben Knaben ist es endgültig und offiziell und zu spät. Richtig schlimm ist das. Immerhin haben sie der Welt aber nochmal mit links bewiesen, was für eine schweinisch geile, ultratighte und alles und jeden wegrockende Liveband sie schon immer waren. Umso unverständlicher ists eben für uns Außenstehende, warum Flymoe denn um Himmels willen ausgerechnet jetzt aufhören müssen?!? Eine Band, die nach 8 Jahren angriffslustiger und unverbrauchter denn je daherkommt und die so offensichtlich SO geliebt wird. Sie werden ihre Gründe haben (die könnt ihr in der BKZ nachlesen), aber gestern Abend ist halt nur allzu klar geworden, dass musikalisch die frische Luft auch in 100 Jahren noch nicht draußen gewesen wäre. Und dass die Jungs nach wie vor und selbst nach einjähriger fast vollständiger Abwesenheit noch jeden Tanzflur zum Überschwappen bringen.
Was für ein Abend. Hauen die uns doch einfach so ein fast dreistündiges Konzert und sage und schreibe 25 total durchgeschwitzte Lieder um die Ohren. Darunter seit Jahr und Tag nicht mehr gespielte, eigens wieder ausgebuddelte Perlen aus der Flymoesteinzeit wie "Rhyme Of The Flymoe", "Bacardi Feeling" (Höhö, "Weed for the Dude..."), und sogar das so-was-von-dermaßen pornoide, für immer verschollen geglaubte "High Heels"!!! Wahnsinn. Nicht mal das Star Wars-Intro, Hödels wirklich schlimmes wohltönendes Free-Jazz-Posaunensolo und die Baströckchen-Einlage haben gefehlt ("Take A Look" dagegen schon ;-p. Und "Funky Sailor"? Jungs!). Und als Novum noch der moonwalkende, am Bier solierende Disco Joe. Ach, es war großartig. Und herzzereissend. Und genau so fulminant, wie man es seit eh und je von den durchgeknallten Funkbuben gewohnt war...
Funkrockdiscopop? Jaaa, klar, aber in diesem selbstgewählten Label fehlen ja mindestens noch Reggae, Ska, Dancehall, Drum und Bass und Hip und Hop. Die können nämlich alles, mann mann mann. Und (fast) alle waren da, die treuen Flymoefans der allerallerersten Stunde, die "Sanoj Abraham, tschalalalala"-Sprechchöre, Triebwerk-Baffis Merchandise-Schmetterlinge, die Kreischbojen Jessi und Michi, die Eltern, die BKZ, die Schwalbengarage... nur Inge und Paco haben gekniffen, und Sibi weilt ja leider mit guter Ausrede in Běijīng.
flymoe,backnang
Übrigens hat der gute Schmiddi, er sei gepriesen, alles mitgeschnitten. Alles. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr an dieser Stelle in den akustischen Genuss des kompletten Flymoe-Abschiedskonzerts kommen werdet. Jawollja. Ich schwör. Fotos und Filmchen vom Auftritt kommen dann auch noch, sobald sie bei mir eingetrudelt sind. Was ein Aufruf ist!! Tanja!!! Also dann, demnächst mehr, genau hier. Und nächstes Jahr die Flymoe-Reunion? BITTEEE!!!

PS - Meiner einer freut sich derweil schon auf Funk Sinatras Gastspiel bei, Obacht, Breschdleng... Am 13.9. in Vöhringen, bei Rock am Fichtenwald.

PPS - He, kann mir bitte noch wer verraten, wie Koschi und Stefan mit richtigem, bzw. vollständigem Namen heissen?

PPPS - Das PS hat sich erledigt. Sanojman, dankeschön.

PPPPS - A propos Hödels Posaunensolo... mir wurde unter der Hand und unter Lebensgefahr für alle Beteiligten ein völlig skandalöser Flymoe-Konzertmitschnitt aus dem Jahr 2006 zugespielt. Zu hören ist eines eben jener gefürchteten Soli des DJ Funkrock di Milano. Heiligemuttergottes... doch hört selbst.

Links

Konzert-Ankündigung und Review aus der Backnanger Kreiszeitung (siehe unten).
Flymoe (noch?) bei MySpace
Noch mehr Flymoe im Rock City Archiv




Backnanger Kreiszeitung vom 03.07.2008

Einzigartiger Funkrockdiscopop

Backnang (ik) – Flymoe geben am Freitag ab 20 Uhr in den Räumen des Kleintierzüchtervereins ihr Abschiedskonzert. Wie Geschäftsführer Sanoj Abraham auf Anfrage der Backnanger Kreiszeitung wissen lässt, sind die Gründe für das Ende der Kapelle verschieden. Abraham: Zum einen lebten die Musiker in der Zwischenzeit in unterschiedlichen Städten, und die Möglichkeiten zur Probe und Konzerte zu spielen „sind sehr gering“. Zum anderen sei durch die Verpflichtungen in anderen Bands und durch berufliche Karrieren der Faktor Zeit zum Hauptproblem geworden. Trotz regelmäßigen Kontakts untereinander „und uneingeschränkter Sympathie der einzelnen Musiker, war das Ende nicht mehr abzuwenden und wurde dann einstimmig unter großer Wehmut aller Beteiligten im Frühjahr 2008 beschlossen“.

Das Gebot der Stunde heißt also: Das Konzert am Freitag so richtig genießen. Die facettenreiche Musikkapelle bedient sich aus den Musikstilen der letzten 30 Jahre: Funk, Rock, Disco und Pop wird hier vereint mit Swing, Reggae, Dancehall, Rap und Soul. Was dabei herauskommt ist kein wahlloser Stilmix, sondern stimmige Beats von qualitativer Einzigartigkeit, genannt funkrockdiscopop. Der achtköpfigen Rhythmusgruppe sind kategorische Schubladen zu klein. Die Flymoes sind mittlerweile im Alter von 23 bis 30. Die Besetzung: Funk Sinatra (Drums), Stefunque L’Amour (Bass), Dr. G (Gitarre), Disco Joe (Rhodes, Keys und Synthesizer), DJ Phunkrock (Turntables und Samples), Koschbert (Saxophon und Perkussion), Silly (Posaune, Gesang) und Roberto Funko (Gesang). Als Schülerband fanden sich die acht musikalischen Querköpfe im Jahre 2000 zusammen. Seitdem gaben sie über 200 Konzerte und überzeugten neben einer stets wachsenden Fangemeinschaft auch Musikerkollegen und Juroren mit ihrem Können. Die Folgen: Bandsupports unter anderem für Rolf Stahlhofen von den Söhnen Mannheims, Dendemann, Donots, Max Mutzke und Joachim Deutschland und die ein oder andere Trophäe in der Proberaum-Vitrine. Die Flymoes haben sich 2001 einen Sieg beim bundesweiten Nachwuchswettbewerb „New Talents“ sowie 2002 den zweiten und 2003 den vierten Platz im Süddeutschlandfinale von Emergenza, dem deutschlandweit größten Nachwuchswettbewerb, erspielt. Auch TV-Luft durften Flymoe bereits schnuppern – während eines Live-Auftritts bei VIVA Interaktiv. Nach dem Debüt-Werk „funkrockdiscopop“ 2001 folgte 2003 die Live-CD „8Live“ und 2006 die 5-Track-EP „Superstereogerät“ – im Internet über www.superstereo.de erhältlich. Was diese Jungs einzigartig macht, ist eine unvergessliche Live-Performance.



Backnanger Kreiszeitung vom 08.07.2008

"Zum letzten mal: Hallo Backnang" - Großartige Show

Backnang (Claudia Ackermann; Foto: E. Layher) – Eigentlich ein trauriges Ereignis für viele ihrer Fans: Die Backnanger Band Flymoe gibt es nicht mehr. Grabesstimmung herrschte jedoch nicht bei dem Abschiedskonzert, das die Band im Domizil des Kleintierzüchtervereins unter dem Viadukt gab. Spaß war angesagt, und das Publikum machte mit den acht Jungs noch mal so richtig Party.


"Zum letzten Mal: Hallo Backnang." Mit ihrem einzigartigen Stilmix aus Rock, Pop, Funk, Hip-Hop, Disko und Raggae und einer vor Energie strotzenden Bühnenpräsenz gaben Flymoe beim Abschiedskonzert noch mal alles. Außergewöhnlich ist nicht nur ihr Stil mit durchgehend eigenen Stücken, sondern auch die Besetzung mit Bläsern und einem DJ, der am Turntable Samples einspielt. Die Sänger Sanoj Abraham und Simon Walter verstehen es, mit ihrer Bühnenshow das Publikum mitzureißen, und so ließen die ersten Tänzer nicht lange auf sich warten. Die anderen konnten zumindest nicht umhin, zum Takt mit den Hüften zu wippen. Musik, die in die Beine geht. Angefangen hatte alles beim Bandfestival des Max-Born-Gymnasiums im Jahr 2000. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Schülern und Freunden hatte als Band seinen ersten Auftritt. Mit nur zwei Stücken bestritten sie damals das einstündige Konzert, der Rest war improvisiert. Dass sich bei Flymoe dieser einzigartige Stilmix entwickelte, war nicht beabsichtigt. Es ergab sich so, weil alle Bandmitglieder aus ganz verschiedenen Stilrichtungen kommen. „Wir haben einfach Musik gemacht, wie wir Lust hatten, ohne musikalische Einschränkungen“, beschreibt es Sänger Sanoj Abraham. Die Reaktion des Publikums gab ihnen Recht. Schweren Herzens haben sich die Bandmitglieder entschlossen aufzuhören. DJ Philip Fischer geht wegen seines Studiums nach Hamburg. Schlagzeuger Philipp Wiesmann und Saxofonist Stefan Koschitzki sind Berufsmusiker und spielen in verschiedenen Bands. Da sind die Wochenenden meist mit Konzerten ausgebucht. Sanoj Abraham ist Sänger bei der Band Die dicken Kinder, bei der auch Bassist Stefan Geiss mitspielt. Die weiteren Bandmitglieder sind Marc Gonsior, Gitarre, und Jochen Bomm, Keyboard. Schon einmal hatten sie eine Zwangspause eingelegt, weil Simon Walter (Gesang und Posaune) wegen seines Studiums ein Jahr in Südafrika war. Und wenn die grünen Männchen auf der Bühne zu Hip-Hop wie Gummibälle auf- und abspringen, dann hüpft das Publikum im ganzen Saal mit. Ausgelassene Stimmung beim Abschiedskonzert. Nur ein kleines bisschen Wehmut kam bei Bandleader Abraham doch auf: „Wenn man euch da unten so sieht, könnte man grad weitermachen.“


8 Kommentare:

Sanoj Abraham hat gesagt…

klar kann ich das:

stefan koschiztki und stefan geiss

schnief

der sanoj

hoedel hat gesagt…

also ganz ehrlich florian...ich fand mein posaunensolo ziemlich gut ;)
Und hoppla..Funky Sailor haben wir einfach nur vergessen...peinlich. Danke jedenfalls für den tollen Abend!!!

Florian Janner (Admin) hat gesagt…

... hihi, hödelen, also ambitioniert war dein solo allemal ;o)
natürlich hab ich vergessen, auf sillys wirklich schlimmes dj-solo hinzuweisen. und meine wirklich schlimme rhyme of the flymoe-einlage. grunz. ach, man kann wirklich gespannt sein auf die aufnahmen...
danke an EUCH für den brillianten abend!

Teiler hat gesagt…

Kagge. Konnte nich komm`. Finds aber auch schade, dass ein Stück Bagghanaer Phunk-Geschichte nun Geschichte ist.

Gonso hat gesagt…

Jau genau, geil war's. Könnten wir eigentlich öfter machen....

DANK an sämtliche Heulbojenelternschwalbengaragenmerchandisebkz'ler und natürlich -innen, -isti und -ata.

Ich schau mal, daß ich die Aufnahmen so schnell wie möglich bekomm' und dann Dir, Flo, schicke.

Natürlich nicht, ohne sie, jetzt ACHTUNG: Di 'G' Tally Remastered zu haben.


Huahuahuhaaaaarrrgh...hust!

Es grüßt,

Dr.G

Anonym hat gesagt…

Habe ich das richtig verstanden das es eine cd von dem Abschiedskonzert geben wird?
Bis wann ist die denn geplant, bzw. wie kommt man an die Cd wenn die flymoe.de Seite geschlossen wird?

Grüße

Florian Janner (Admin) hat gesagt…

hallo anonymer mensch - nee, ich denk nicht dass es eine cd geben wird, wer soll die denn auch finanzieren...
aber soundmensch swen hat den ganzen auftritt aufgezeichnet, und eines hoffentlich baldigen tages stell ich die aufnahmen hier auf die seite. falls die herren funkrockdiscopopper nichts dagegen haben. musst halt immer mal wieder reinschauen, oder den flymoe-feed abonnieren.

und wenn flymoe.de geschlossen wird, dann gibts ja (hoffentlich!?) immer noch http://www.myspace.com/flymoe! und vielleicht lässt sich die gute alte flymoe-seite, die mit dem riiiesigen konzertfoto-archiv, ja auch irgendwie hierher retten. wäre ja schade um all die arbeit der letzten jahre.

Florian Janner hat gesagt…

hatte ich schon erwähnt, dass ich nach dem konzert TAGELANG "drop a line" als ohrwurm im ohr hatte.
yooou caaaan't drop a line like that... famos

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