Olark Livehelp

Freitag, 5. August 2011

2. Backnanger Kultrock-Nacht am 5.5.2012

Eingestellt von Chap



Bevor wir uns dem kommenden Ereignis zuwenden, ein kurzer Rückblick auf die erste Backnanger Kultrock-Nacht am 8.5.2010. Fazit: Der Abend war ein toller Erfolg.
Es hätten aber durchaus noch ein paar Rocker mehr kommen können. Diejenigen, die da sein konnten, waren voll des Lobes. Zum einen gefiel die Organisation der Veranstaltung, zum anderen war der Sound "Extraklasse". Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gab es in der Stadthalle noch nie Klänge in dieser Qualität zu hören. Catering und Technik kamen also sehr gut an. Und was war mit der Musik? Zunächst muss festgestellt werden, dass es ein Ziel der Organisatoren war, möglichst die Originalbesetzungen auftreten zu lassen. Dieses Ziel brachte z.T. Leute auf die Bühne, die aus ganz Deutschland anreisten. Insgesamt waren es 7 Formationen: The Scene, Quinn's Park, Catweezle, Forget It Skiffle Group, High Tension, Skyway und The Craic. Konzertbericht: Abwechslungsreiches Programm mit starken Reminiszenzen an die Sechziger und Siebziger Jahre. Da wurden viele Erinnerungen wach. Die Bands gaben ihr Bestes. Selbst ein Schlagzeugsolo zu In-A-Gadda-Da-Vida war zu hören. "Es war wie ein Klassentreffen nach 30 Jahren. Das muss wiederholt werden.."

Nun ist es so weit. Die Organisatoren haben sich zur 2. Auflage dieses Spektakels entschlossen. Der Termin steht:

Samstag, den 5. Mai 2012 in der Stadthalle Backnang

Die Besetzung ebenfalls. Es werden zu hören sein:

Bad Boyz, barbeeQ, Forget It Skiffle Group, High Tension, Skyway, XXX (Triple X) und The Craic.

Da ist alles dabei, was der gereifte Rocker braucht; vom Kistenbass und Waschbrett bis zum fetten Hardrock.
Veranstalter ist der "Club Backnang".

Weitere Infos folgen.....


Mittwoch, 3. März 2010

Mega-Event in der Stadthalle am 8. Mai 2010

Eingestellt von Chap




Dienstag, 12. Januar 2010

Na endlich...

Eingestellt von Florian Janner



Guten Tach, gutes Neues nachträglich, und, ähem, ein doch sehr kleinlautes Sorry wegen der viel zu langen Abwesenheit...

Geschätzte Trölf Trillionen nette, interessierte und informierte Blogleser haben mir in der Zwischenzeit wahrhaft unchristliche und auf keine Kuhhaut gehende Unmengen an neuem altem Material zugeschickt, und leider hab ich mich bei den wenigsten zurückgemeldet... Blöd, tut mir leid, ich hol das nach... Neue Posts mit altem Krempel gibts jedenfalls schon ganz demnächst wieder, ich schwör!!

Einstweilen aber erst mal was total aktüelles, jawoll! Marcel von Never Back Down hat mir ein paar Konzerttermine von Backnanger Bänds geschickt (Dänk!), die will ich euch mal nicht vorenthalten. Alles findet im Raucher-, äh, Jugendzentrum Backnang e.V. statt; Einlass ist, wie immer, um 20 Uhr. Also Obacht:

Samstag, 6. Februar:
Never Back Down (BK) >> Myspace
Blinded Halo (BK) >> Myspace
+ 1 tba

Freitag, 26. Februar
HipHop-Party mit Sage & Perplex
Sage & Perplex (BK)
>> Myspace
Kniffler’s Mum (LB)
>> Myspace
"Live on Stage die zwei Backnanger Sprechgesangsmonster Sage und Perplex. Deutscher Hip-Hop der endlich mal wieder innovativ daherkommt. Weg vom schnöden Berliner Prollrap und Ghettoromantik, hin zu den alltäglichen Problemchen im Kleinod der Tristesse Backnang. Also, Affenköpfe, die Baggy ausm Schrank geholt und ab in die heiligen Hallen.
Drive-By-Shooting, Drogenhandel, dicke Bitches, schräge Mützen, Freestyle-Battles, Low-Rider-Cars, Bling-Bling-Ohrringe, dicke Goldketten... an diesem Abend alles was das Hip-Hopperherz begehrt im JUZE ab 20.00 Uhr."

Samstag, 27. Februar
CD-Release-Konzert
Blinded Halo (BK) >> Myspace
+ Special Guests
"Blinded Halo veröffentlichen ihr Erstlingswerk im JUZE und alle sind herzlich eingeladen den (hoffentlichen) neuen Stern am Backnanger Hardcorehimmel abzufeiern. Kommt vorbei und reißt den Jungs ihre EP aus den Händen.
Support-Act noch in Planung!"

Es grüßt recht herzlich
der XfloX :o)

PS - Madame Marcelaise hat mir außerdem die komplette "Gales' Betrothed"-CD von Viuda Negra zukommen lassen, Danke dafür. Komm gerade nicht dazu, aber, wie gesagt..


Dienstag, 25. August 2009

Fremde Männer

Eingestellt von Florian Janner



Hallo Welt! Na dann, wegen popular demand und so: die Fremden Männer. Leider weiß ich fast weniger als nichts über die Band und diese Aufnahmen. Geschickt hat sie mir jedenfalls völlig ungefragt (vielen Dank dafür!!!) Rolf-Christian Wendel, Bruder des Fremde-Männer Bassers Kay. Hier mal die paar wenigen mir bekannten Fakten:

Siegfried König (siehe Bild (anklicken zum vergrößern). Das ist mal wieder von Frank Bachert seligen Angedenkens) - Gesang. Später dann bei Wallung und Down And Out.
Kay Wendel - Bass
Außerdem, laut P. Skull Steinert: "Till(mann?) an der Gitarre und Joggser(?) Schad(?) am drumkit"

Und die Orgel? Erinnert mich ja an die sehr großartigen, anno dazumal im Juze BK aufgespielt habenden Miracle Workers. Ich meine dass im Juze damals ein Fremde Männer-Plakat an der Decke hing, wegen Straßenfest-Auftritt oder sowas?

Fehlt nur noch die Musike. Zwar ist mir kein einziger der dazugehörigen Liedertitel bekannt (wer was weiß: bitte melden!), aber bittesehr:
  1. Lied 1
  2. Lied 2
  3. Lied 3
  4. Lied 4
  5. Lied 5
  6. Lied 6
  7. Lied 7
  8. Lied 8
  9. Lied 9
  10. Lied 10
  11. Lied 11
  12. Lied 12
  13. Lied 13

Den ganzen Krempel gibts auch bei Last.FM zum anhören (und runterladen):

Free MP3s on Last.fm

Und alle Tracks noch als gezippte Datei zum saugen bei Mediafire:

MediaFire - Free File Hosting Made Simple


Samstag, 4. Juli 2009

Wishing Well 1996-2000 (Marina erzählt, Teil 2)

Eingestellt von Florian Janner



Heute endlich mal die lange angekündigte Fortsetzung von Marina Heidrichs musikalischer Biografie. In Teil 1 gings um die Band Marnie (1983-1995).

"Wie gings dann weiter? Was mich betrifft, mich holten 1996 Wishing well an Bord, Line-up: Markus Stricker (Ex-Barbed-Wire, heute Wendrsonn) Gesang und Keyboards, Rio Grau an den Drums (Ex-Barbed-Wire, heute bei meiner aktuellen Formation GEDDESS), Bass Arno Bührer (hier sind wir Ex-Marnie also wieder aufeinandergetroffen), Patty Nemetz (heute Patty Sozzi und meine Lieblingsschwägerin, zeitweilig bei den Lenz-Brothers) am Mikro und Percussion und auch mal wieder der beste aller Brüder, nämlich meiner, Marino Sozzi an der Gitarre. Bands enstehen oft aus Familien heraus und wenn man wie wir aus einer alten Musikerfamilie kommt, wo der Vater mit mittlerweile fast 80 noch jeden Tag an den Keyboards sitzt und auch die eine oder andere Nummer auf der Gitarre zittert (Parkinson), ist der Weg zur Bandgründung in 40 Jahren im Altersheim schon vorprogrammiert. Hoffentlich kann ich mir dann noch alle Texte merken. Übrigens habe ich auf der Bühne vor 20 Jahren auch meinen Mann Marcus kennengelernt: Der Sänger der Backnanger Formation X979, vormals Usha Prashar (wo u. a. Basser Manfred Cheetah Weindl, und - Stichwort Familie - Andrea Schacht, die Schwester von Tony-Montanas-Schachti dabei waren).
Wishing Well existierte bis Ende 2000. Im Mai 2000 brannte unser Proberaum in der Gartenstraße in Backnang völlig ab, das komplette Stockwerk. Blöderweise hatten wir an untervermietet, deren komplette CD-Produktion mit in Flammen aufging. Zudem übte in unserem Proberaum auch noch Daydream NationDusty Pike. (Armer Elmar, sowohl sein Auftritts-Drumset als auch das Ersatz-Set sind nur noch Asche. Genau wie das gesamte Wishing Well-Equipment.) Und nichts war versichert. Das war das Ende von Wishing Well.
Aber noch nicht das Ende meiner musikalischen Umtriebe."

Demnächst mehr.


Sonntag, 21. Juni 2009

Kwo Wadys

Eingestellt von Florian Janner




Hallo Welt, heute gibts mal wieder Stoff von ganz beträchtlicher Obskurität. Der wurde mir in diesem Fall vom sehr geschätzten Mister Götz per Glasfasernudel direkt aus Florida herübergedingst. Vielen Dank dafür!
Wer aber waren Kwo Wadys? Tja, ich weiß leider auch nur das, was den untenstehenden Artikeln zu entnehmen ist. Für eine Übersetzung des Namens konsultiere man, falls das nötig sein sollte, einen fast beliebigen Asterix-Band. Bei der Musik der "Backnanger Schülerband", in deren Reihen sich so einige illustre, schon des öfteren im Blog genannte Musiker befanden, handelt sich's um "teils leichte, melodische" und "ruhige Titel", teils um "Jazzrock-Kompositionen", zum größten Teil aus eigener Feder. "Sie wollen", was wirklich sehr freundlich von ihnen ist, "an lateinamerikanischen Jazz und an Swing und Modern-Jazz erinnern". Memento mori! Hervorzuheben wäre noch die "interessante Verwendung der Klarinette" sowie des klassisch-nordischen Strickpullovers. Wann genau das alles war? Wer weiss. Ich tippe auf ~1980 f. ??



Bei den Tracks handelt sich's um Live-Aufnahmen. Von wo oder wann?!
  1. Session (2:34)
  2. Blues (3:06)
  3. Freejazz (2:27)
  4. Erkennungslied (3:30)
  5. ? (3:22)
  6. Spanisch (1:28)
  7. Lyrisches Gedicht (1:20)
  8. Ballade für Freddy Rossmeisel (8:53)
  9. Zombies Wulf (3:23)
  10. Cupido (3:05)
  11. Trauerliedle (2:08)
Macht, summa summarum, 35:16 Minuten. Und, psst, alle 11 Tracks gibts auch bei Last FM:

Free MP3s on Last.fm



Die vier Strickpulloverträger waren:


Hier ein Artikel von einem/r gewissen "CS" aus der BKZ (anklicken zum vergrößern). Von wann der ist? Keine Ahnung, aber jedenfalls nach 1978. Bei diesem "Jazz-Konzert im Tausgymnasium" sind außerdem noch aufgetreten (hat jemand Infos?):
  • Schwarzlicht ("Soft-Rock")
  • Schubbel (= Andreas Schuster)
  • Ralf Dowedeit
  • Elfenbein
  • Gangadin ("marokkanische Bongos")

BKZ-Artikel: Kwo Wadys @ Gymnasium in der Taus Backnang
Noch ein BKZ-Artikel, eine Konzert-Ankündigung von "xfr" (anklicken zum vergrößern). Dieses mal gehts, ein halbes Jahr nach der Bandgründung und Gigs im Jugendhaus und am Taus, um einen Auftritt im cje; wo damals anscheinend vor allem gruselige Liedermacher am Start waren.

BKZ-Artikel: Kwo Wadys @ cje Steinbach

BKZ-Artikel: Kwo Wadys @ cje Steinbach


Samstag, 20. Juni 2009

Was hätten's denn gern als nächsten Beitrag?

Eingestellt von Florian Janner



Ja, was? Vor lauter sich häufender Aufnahmen weiss ich gar nicht, was ich als nächstes posten soll. Macht mal Vorschläge. Hier nur eine kleine (!) Auswahl:
  • Die Eigenen Vier Wände - Proberaumaufnahmen (Da müsste ich aber erstmal die Tapes durchhören, die Signore Belani just heute aus einem seit Jahren nicht geöffneten Umzugskarton gefischt und zum ersten mal seit 12 Jahren probegehört hat.)
  • Eatlichifones - EP 2001
  • Farmorians - Shadowsfear, Demo 1996
  • Flymoe - Funkrockdiscopop, CD 2001
  • Flymoe - MBG-Demo 2000 (Au weia!)
  • Fremde Männer - Proberaum(?)-Aufnahmen (Auch heute eingetrudelt. Hab keinerlei Infos über Titel / Musiker / Jahr... Sigi König war aber anscheinend dabei, außerdem ein Kay Wendel)
  • Jenzone Pepperone - Blöde Sau Tour / Juze Backnang (Komplettes Konzert! Von wann das wohl ist?)
  • Lowlife - Not Too Late, CD 1998
  • Porno A.C.'s - Demo


Samstag, 16. Mai 2009

Bagdad Beat Ministers - Update: Bilder vom Straßenfest 2000!

Eingestellt von Florian Janner




"Liebe Freunde des schlechten Geschmacks,

ich habe euch etwas mitgebracht. SENSATIONELL!!! Es sind Fotos des legendären Bagdad-Beat-Ministers Auftritts aus dem Jahre 2000 aufgetaucht. Geschossen worden sind sie von Daniel Wiesmann, welcher sie mir schon vor Jahren gegeben hatte. Ich habs nur vergessen gehabt und kürzlich beim Gruschteln entdeckt. SENSATIONELL!!!
Es werden sich bestimmt noch ein paar andere Raritäten finden...

Viel Spaß beim Kaputtlachen!

Grins und Grunz
Euer Manul"

PS - Die Bilder findet ihr hiiier.


Freitag, 10. April 2009

Tiger Rubin

Eingestellt von Chap



(von Gert Pfundt)

Die Band fand sich Ende 1967, nachdem ich (b, voc, key) mit Klaus Gaisser (g, voc) als Resttruppe der Gruppe The Pipes das Personal um den nimmermüden Rhythmusgitarristen Stefan Blaich (g, b, voc) und den neuen Schlagzeuger Gerd „Scherzye“ Kobald (dr) bereichern konnte.



Vorbei die Zeiten, in denen wir für Auftritte die Bassdrum ausleihen mussten: man spielte SONOR-Drums. Vorbei die Zeiten, als die Pipes als Verstärker die alten Dampfradios aus den Wohnzimmern zweckentfremdeten. Jetzt wurde geklotzt: Klaus Gaisser, elektrotechnisch durchaus versiert, kaufte beim Electronic-Versand Dr. Böhm einige Kartons voller Einzelteile und zauberte daraus einen 120 Watt-Verstärker und zwei riesige Standboxen: Wir hatten unsere erste, fröhlich brummende PA! Stefan brachte einen Echolette BS 30 Bassverstärker nebst Box mit, und dieses gerade mal 30 Watt schwache Akustikpflänzchen gab mir die Vorlage, nun noch derber an den Basssaiten zu zerren als zuvor. Schließlich kam ein superber Fender Twin Reverb zum Einsatz, und damit waren wir richtig gut ausgerüstet. Die Gitarren und Bässe waren bevorzugt von Höfner, Aria, und später gab‘s für Klaus sogar eine Gibson Les Paul. Da der Keyborder aus den Pipes–Zeiten abgängig war, bekam ich durch den Erwerb einer ziemlich bissig klingenden Farfisa-Orgel (mit Knie-Wahwah) die Chance, mich an diesem Instrument einzuarbeiten. Stefan übernahm dann generös den Bass.

Das alles erweiterte das Spektrum unseres Repertoires enorm: Einige Perlen der Beatmusik wie „Death Of A Clown“ (Kinks), „Do It Again“ (Beach Boys), „My Friend Jack“ (Smoke) oder „Painter Man“ (Creation) blieben im Programm. Mit dem Örgelchen waren aber plötzlich ganz andere Nummern drin wie „Rock And Roll Music“ (Beatles), „Jingo“ (Santana), „A Whiter Shade Of Pale“ (Procol Harum) oder auch „Waiting for The Wind“ (Spooky Tooth). Gesanglich erweiterte die Kopfstimme von Stefan das Repertoire um Stücke wie „On The Road Again“ (Canned Heat). Schon damals wurden „Oldies“ gecovert wie z.B. „Telstar“ von den Tornados. Von einzelnen Sündenfällen wie „Sugar Sugar“ (The Archies) oder „96 Tears“ (Question Mark & The Mysterians) wollen wir nicht mehr reden.

Mit der Qualität des Equipments nahm auch die Lautstärke zu und wir wurden zum Proben nicht mehr in heimischen Wohnzimmern oder Fahrradkellern geduldet. Wir bestiegen das Karussell der Proberäume und logierten in allen möglichen Verschlägen und Sälen: Vom „Kalten Wasser“ führte uns unsere Proberaum-Odyssee über den Heizungskeller eines Kindergartens bis zu einem morbid aussehenden Kino- und Tanzsaal in Unterweißach mit angegliederter Metzgerei (in diesem Saal wurde mir auf den Hinterbänken mein erstes Groupie vorgestellt). Die Combo spielte immer rockigere Titel: „Sunshine Of Your Love“ (Cream), “Jumping Jack Flash” und “Honky Tonk Women” (Stones), “Smoke On The Water” (Deep Purple) und “Junior’s Wailing” (Steamhammer).

Als wir dann alle in die Tanzstunde gingen (Beat hin, Rock her), bekamen wir durch geschickte Verhandlungen bei der Anmeldung die Exklusiv-Auftrittsrechte beim Zwischenball der Tanzschule Bopp in Heilbronn. Das war schon ein Brikett: Voll verspiegelter Saal, professionelle Lightshow, und 500 kreischende Fans, die mangels Podest jederzeit und so oft sie wollten die Bühne entern konnten. – Wir haben es genossen. Eine Amateur-Rockband stand damals hoch im Kurs und das schlug sich manchmal auch in den Gagen nieder: Ein Diskothekenbetreiber aus Vaihingen, der uns wohl eher versehentlich gebucht hatte, durfte locker mal einen Transporter mit zwei Roadies, einen dicken Mercedes für den Transport der Künstler und zwei Groupies, ordentliche Verpflegung und schließlich 600,-DM Gage (damals das Monatseinkommen eines Arbeiters) raus tun, um seinen Laden von uns beschallen zu lassen.

Durchaus bescheidener ging es zu, wenn wir eigene Gigs veranstalteten. Für einen Auftritt in der Gaststätte Limpurg vor dem Beginn der Sommerferien 1969 wurde mit einem von Stefan handgemalten Plakat eindrucksvoll geworben: „AM FREITAG PLATZT DAS EUTER: TIGER RUBIN, ab 19:00 in der Limpurg, Eintritt 2 DM.“ In Verkennung des tatsächlichen Publikumszuspruches heuerten wir als Rausschmeißer den guten Rempfer an, einen herzensguten aber grimmig dreinblickenden Gewichtheber. Er wurde mit den erschienenen 25 Gästen spielend fertig.

Dieser Abend war der leise Anfang vom Ende der Band. Nicht weil sich die ersten Eigenkompositionen recht schauerlich anhörten, schon eher weil dies der erste Auftritt war, zu dem unser Drummer wegen zunehmender Drogenprobleme eine ganze Stunde zu spät kam. Das führte natürlich zu Spannungen in der Band, die sich 1970 beim Proben einer lausigen Nummer von Status Quo ("Down The Dustpipe") im Probekeller in einer kernigen Meinungsverschiedenheit mit Keilerei zwischen Rhythmusgitarre und Bass entluden. Keiner hatte angefangen und keiner wollte sich entschuldigen. So ging man nun getrennte Wege. Unser Schlagzeuger Scherzye gab seinen Kampf gegen die Drogen auf und starb am 19.10.1972. Der Versuch eines Band-Revivals 1973 mit den Gebrüdern Trah blieb schon nach den ersten Proben stecken. Mein lieber Freund Klaus erlag 2005 einem Krebsleiden. Unser Gitarrenmann Stefan lebt heute zurückgezogen von seinen ehemaligen Kameraden in einer Großstadt. Ich bin dabei geblieben, spielte und sang in zahllosen Bands und Solo-Nummern Blues, Underground, NDW, Heavy Metal und Swing. Ich bin mir ganz sicher: Rock and Roll will never die!

GertPfundt@aol.com


Montag, 23. März 2009

The Pipes anno 1966

Eingestellt von Chap



The Pipes (verfasst von Gert Pfundt)

Die ersten Töne der neuen Beatmusik hatte ich aus der Musikbox einer Gaststätte in Oppenweiler gehört: „Twist and Shout“ von den Beatles. Das war 1964, ich hatte grade 3 Jahre erfolglosen Akkordeon – Unterricht zum Ende gebracht, und diese Musik hat mich umgehauen. In diesen Jahren gab es in Backnang eine Live – Band, The Blizzards, die spielten Shadows – Covers, und zwar schon ziemlich laut, mit Schlagzeug, Bass, Gitarren und richtigen Verstärkern. Ich saß bei einem ihrer Auftritte auf der Holzbühne mit dem Rücken zur Bassdrum, der Schalldruck war stimulierend. Da musste man erst mal hinkommen.


So gab ich mein Bestes am Schifferklavier, zusammen mit Jürgen Schäfer und meinem Freund Klaus Gaisser. Der hatte schon eine Wandergitarre, wir waren auf dem Weg… Nach einigen Schulkonzerten und Schützenvereinsfeiern stieß ein begnadeter junger Clapton - Fan an der Gitarre zu uns: Günter Eckert aus Kirchberg spielte damals alle Soli nur mit 2, maximal 3 Fingern, das klang gut. Ich durfte meine Quetsche weglegen und dafür den Sänger der neuen Band geben, später auch an einem rudimentären Schlagzeug mit Snare, Hi Hat und 1 Becken Platz nehmen. Der Bandname war bald gefunden, The Pipes aus Backnang hatten 1966 Geburtsstunde.


Einen ersten Achtungserfolg erziehlten wir auf dem Beat – Nachmittag für Mittelstufe (sonst bekannt für Stehblues-Gelegenheiten bei herabgelassenen Rollos) am Gymnasium: Bei einem Musikwettbewerb (jede Klasse durfte 1 Bewerber melden) fuhren wir den ersten und zweiten Platz ein (wir waren aus 2 verschiedenen Klassen). Wir spielten damals mit geliehenen Verstärkern von den Unknown Four, und für einen „Gig“ im Musikunterricht wurden alte Röhrenradios aus den elterlichen Wohnzimmern als Verstärker abgezogen. Unsere ersten Stücke die wir spielten waren „House of The Rising Sun“ (Animals) und „Poor Boy“ (Lords).

Wir hatten auch einen Gastgitarristen, „Tex“ aus USA (Texas), der uns mit „Classical Gas“ Horizonte öffnete. Er starb Jahre später an den Folgen seines Drogenkonsums. Danach bekamen wir weiteren Zuwachs mit Norbert „Schnuppe“ Rettenmaier, still going crazy after all these years, der uns gesanglich verstärkte und zusammen mit Jürgen Schäfer und mir wechselweise die (immer noch geliehene) Bassdrum trat. Ich durfte gelegentlich erste Töne aus einem kleinen Höfner – Bass herauszerren (und war sofort für meinen „schweren“ Anschlag bekannt). Um noch Gitarre zu lernen kam ich mir damals mit 14 Jahren zu alt vor…

Wir hatten auf der Höhe unserer jungen Bandkarriere 1967 einen Gig vor 800 Mannen (und Mädels) in der sagenumwobenen Kleintierzüchter – Vereinshalle. Unsere Vorband, die Cowshed Impressions trafen an diesem Abend nicht so ganz den Publikumsgeschmack (sie waren die erste Psychedelic – Experimentalband Backnangs), und wir mussten /durften unser Programm 2x hintereinander spielen.

Um 22:00 kam die Polizei und suchte nach Minderjährigen – keiner aus der Band war 16, keiner hatte seine Eltern dabei, und so wurden wir kurzerhand für eine halbe Stunde in der Umkleidekabine weggeschlossen. Als Gage gabs pro Musiker 10,- DM und eine Bratwurscht, dafür wurde ein Impressario und Werbefachmann (PeWaF!) auf unsere Künste aufmerksam und wollte uns groß rausbringen, der Anfang war also gemacht.

Wie dies bei aufstrebenden Künstlern aber gelegentlich vorkommt, bröckelten mit der Androhung weiterer Erfolge die Grundfesten unseres Stammpersonals: Jürgen Schäfer wollte sich eher an der neuen Hammond – Orgel in sein Zimmer zurückziehen. Schnuppe war nicht mehr so recht zu begeistern, und Günter Eckert hatte Versetzungsstress. Wenig später war er bei High Tension wieder im Geschäft. The Pipes bestanden plötzlich nur noch aus Klauss Gaisser und Gert Pfundt, das konnte nicht so bleiben.

Ein Klassenkamerad wurde aus seiner Band abgeworben, Stefan Blaich schrammelte fortan die Rhythmusgitarre, und ich hatte die Ehre, einen mit glatten 16 Jahren schon sehr reifen Künstler in sein neues Instrument einzuweisen: Der neue Schlagzeuger hieß Gerd Kobald, der jüngere Vetter von Chap (siehe High Tension). Er brachte neben Talent und Energie sagenhafte 600,-DM für den Erwerb eines eigenen Sonor – Schlagzeuges mit. Wir waren wieder komplett, und der alte Name, The Pipes wurde uns dummerweise zu eng. – Tiger Rubin waren geboren!

Fortsetzung siehe dort.

gertpfundt@aol.com